Handyverbot - Telefonieren bei Start-Stopp-Automatik

Grund­sät­zlich ist das Tele­fonieren während des Aut­o­fahrens unter­sagt. Dies gilt nicht, wenn der Motor aus­geschal­tet ist. Bei Fahrzeu­gen, die mit ein­er sog. Start-Stopp-Automatik aus­gerüstet sind, war das Tele­fonieren nach ein­er Entschei­dung des AG Dort­mund auch bei aus­geschal­tetem Trieb­w­erk bish­er nicht erlaubt. Das Ober­lan­des­gericht (OLG) Hamm hat diese Entschei­dung nun gekippt.

Das OLG Hamm gab einem Aut­o­fahrer Recht, der gegen eine 40 € Geld­buße geklagt hat­te. Der Mann hat­te vor ein­er roten Ampel gehal­ten, woraufhin sich der mit ein­er Start-Stopp-Funk­tion aus­gerüstete Motor auss­chal­tete. Während der Rot­phase tele­fonierte der Fahrer und wurde mit einem Bußgeld belegt.

Nach Auf­fas­sung der Richter solle durch das Handyver­bot sichergestellt wer­den, dass der Fahrer bei­de Hände für die eigentlichen Fahrauf­gaben frei hat. Dies ist in Fällen, in denen die Start-Stopp-Automatik das Trieb­w­erk ausstellt, gewährleis­tet. Das Gericht hob damit eine ander­slau­t­ende Entschei­dung des AG Dort­mund auf.

Es muss aber unbe­d­ingt beachtet wer­den, dass bei erneuter Inbe­trieb­nahme des Motors das Handy nicht mehr bedi­ent wer­den darf. Anson­sten liegt ein klar­er Handyver­stoß vor der mit 60 € und einem Punkt im Fahrerlaub­nis­reg­is­ter geah­n­det wird.

 

 

 

 

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.