BGH - Keine Helmpflicht für Radfahrer

Rad­fahrer haben bei unver­schulde­ten Unfällen auch dann Anspruch auf vollen Schaden­er­satz, wenn sie ohne Schutzhelm unter­wegs waren. Das hat der Bun­des­gericht­shof in einem aktuellen Urteil vom 17.06.2014 entschieden.Danach haben Rad­fahrer auch dann Anspruch auf vollen Schaden­er­satz, wenn sie keinen Schutzhelm getra­gen haben. Das hat der Bun­des­gericht­shof (BGH) in einem lang ersehn­ten Urteil entsch­ieden. Die Richter gaben damit einer Rad­fahrerin aus Schleswig-Holstein recht, die 2011 auf dem Weg zur Arbeit schwer am Kopf ver­letzt wor­den war. Als wesentlichen Grund gaben die Richter in der Urteils­be­grün­dung hier­für an, dass das Tra­gen von Hel­men für Rad­fahrer nicht geset­zlich vorgeschrieben ist. Ver­sicherun­gen dür­fen sich daher auch zukün­ftig nicht auf ein Mitver­schulden des Rad­fahrers berufen, der sich unver­schuldet bei einem Unfall ver­letzt und keinen Helm getra­gen hat.

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